Solingen – Beim bundesweiten Warntag hat es in der Klingenstadt einige technische Probleme gegeben. Mehrere Sirenen standen gar nicht zur Verfügung, eine weitere blieb beim Probealarm stumm. An neun Standorten wurden zudem Auffälligkeiten beim Warnton festgestellt. Die Feuerwehr spricht dennoch von einer insgesamt zufriedenstellenden Bilanz.
Wie zuverlässig funktioniert die Warnung der Bevölkerung in Solingen, wenn es tatsächlich zu einer größeren Gefahrenlage kommt? Nach dem bundesweiten Warntag hatten die Solinger Nachrichten bei der Stadt nachgehakt und um eine Bilanz gebeten.
Insgesamt sind im Stadtgebiet derzeit 33 Sirenen fest installiert. Vier davon waren allerdings bereits vor dem Warntag aus technischen Gründen nicht betriebsbereit. Dabei handelt es sich um die Anlagen an der Grundschule Bogenstraße, am alten P&C-Gebäude, an der Grundschule Widdert und am Humboldt-Gymnasium.
Für den Probealarm standen damit noch 29 Sirenen zur Verfügung. Doch auch bei diesen lief nicht alles nach Plan: Eine Sirene an der Beethovenstraße löste nicht aus.
Hinzu kamen Auffälligkeiten an neun weiteren Standorten. Dort wurde nach Angaben der Stadt eine abweichende Tonfrequenz festgestellt. Welche Standorte davon betroffen waren und worauf die Abweichungen zurückzuführen sind, wurde in der ersten Rückmeldung nicht mitgeteilt.
Unterm Strich bedeutet das: Von den 33 fest installierten Sirenen waren vier schon vor dem Warntag außer Betrieb. Bei der Überprüfung kam ein weiterer Ausfall hinzu, während bei neun weiteren Anlagen Auffälligkeiten festgestellt wurden.
Die zuständige Abteilung der Feuerwehr will die betroffenen Fälle nun prüfen und weiter bearbeiten.
Trotz dieser Ergebnisse fällt die erste Bewertung positiv aus. Die Feuerwehr ziehe eine „insgesamt zufriedenstellende Bilanz zum bundesweiten Warntag“, teilte die Pressestelle der Stadt auf Anfrage der Solinger Nachrichten mit.
Noch nicht beantwortet wurden mehrere weitergehende Fragen unserer Redaktion. So ist bislang offen, ob es in Solingen Bereiche gibt, die weiterhin nicht ausreichend durch Sirenen oder andere Warnmittel abgedeckt sind. Auch zu möglichen Rückmeldungen oder Beschwerden aus der Bevölkerung sowie zu konkreten Konsequenzen aus den festgestellten Problemen liegen bislang keine Angaben vor.
Die Solinger Nachrichten werden hierzu bei der Feuerwehr noch einmal nachhaken.







