Erlangen – Bitterer Abend für den Bergischen Handballclub: Die Löwen haben beim HC Erlangen einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Vorsprung aus der Hand gegeben und am Ende denkbar knapp mit 28:29 (12:12) verloren. Für den BHC war es bereits die dritte Saisonniederlage mit nur einem Treffer Unterschied.
BHC hält trotz Zeitstrafen dagegen
Dabei präsentierten sich die Bergischen zunächst ordentlich. Trotz zahlreicher Zeitstrafen und zeitweiser doppelter Unterzahl hielt der BHC die Partie offen. Die Deckung funktionierte im Zusammenspiel mit Torhüter Christopher Rudeck gut.
Auch einen zwischenzeitlichen 7:10-Rückstand steckten die Löwen weg. Tim Hilding, Lukas Becher und dreimal Fynn Hangstein sorgten dafür, dass es mit einem 12:12 in die Halbzeit ging.
Nach der Pause drehen die Löwen auf
Nach Wiederbeginn schien die Partie dann klar in Richtung BHC zu kippen. Kristian van der Merwe zeigte starke Paraden, während Hangstein, Julian Fuchs und Johannes Wasielewski im Angriff für Tore sorgten.
Gerdas Babarskas traf nach einem Ballgewinn sogar aus der eigenen Hälfte ins leere Erlanger Tor – plötzlich führten die Löwen mit 19:14.
Fünf-Tore-Führung innerhalb weniger Minuten verspielt
Doch genau danach brach das Spiel der Bergischen ein. Technische Fehler und vergebene Chancen häuften sich. Durch eine Zeitstrafe gegen Lars Kooij und einen Wechselfehler geriet der BHC zudem erneut in doppelte Unterzahl.
Erlangen nutzte die Schwächephase konsequent aus und drehte die Begegnung mit einem 7:0-Lauf komplett. Aus der 19:14-Führung des BHC wurde ein 19:21-Rückstand.
Löwen kämpfen – doch die Wende gelingt nicht
Der BHC gab sich dennoch nicht geschlagen und kämpfte sich mehrfach wieder bis auf einen Treffer heran. Besonders bitter: Van der Merwe parierte im zweiten Durchgang zwei weitere Siebenmeter, doch beide Abpraller landeten bei Erlangen und führten letztlich doch noch zu Gegentoren.
Die Chance auf eine erneute Wende war bis zum Schluss vorhanden. Doch die Löwen ließen weitere Möglichkeiten im Angriff liegen und mussten sich schließlich mit 28:29 geschlagen geben.
Pütz: „Die Jungs sitzen frustriert in der Kabine“
BHC-Trainer Markus Pütz zeigte sich nach der Partie entsprechend enttäuscht: „Es ist schwer, Worte zu finden. Die Jungs sitzen frustriert in der Kabine. Es ist unsere dritte Niederlage mit einem Tor.“
Entscheidend sei vor allem die Phase nach der Fünf-Tore-Führung gewesen: „Danach machen wir zu einfache Fehler und kassieren einen 0:7-Lauf.“
Auch Fabian Gutbrod ärgerte sich über die verpasste Gelegenheit: „Dann geben wir den Fünf-Tore-Vorsprung viel zu schnell her – sei es durch doppelte Unterzahl oder durch wirklich absolut vermeidbare technische Fehler.“
Sein Fazit fiel deutlich aus: „Es nervt schon bestialisch, dass wir dieses Spiel verloren haben.“







