BlaulichtInnenstadt: Rauchmelder schlagen nachts Alarm – doch eine Etage höher kommt für...

Innenstadt: Rauchmelder schlagen nachts Alarm – doch eine Etage höher kommt für einen Bewohner jede Hilfe zu spät!

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Ein ausgelöster Rauchmelder hat die Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag auf einen Schwelbrand in einer darüberliegenden Wohnung aufmerksam gemacht. Für den dort lebenden 30-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Solingen. Gegen 3.00 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Wohngebäude am Breidbacher Tor in der Innenstadt gerufen. Ein Bewohner berichtete den Einsatzkräften, dass in seiner Wohnung gleich zwei Rauchmelder Alarm geschlagen hätten. Außerdem sei leichter Brandgeruch wahrnehmbar gewesen.

Die Feuerwehr durchsuchte daraufhin die gesamte Wohnung. Zunächst waren jedoch weder offene Flammen noch eine sichtbare Rauchentwicklung festzustellen. Um auch eine verdeckte Wärmequelle ausfindig zu machen, setzten die Einsatzkräfte eine Wärmebildkamera ein.

Damit entdeckten sie an der Wohnzimmerdecke zwei auffällig warme Stellen. Der Verdacht lag nahe, dass sich der Brandherd nicht in der kontrollierten Wohnung, sondern eine Etage höher befand.

Feuerwehr öffnet Wohnung gewaltsam

An der Tür der darüberliegenden Wohnung reagierte niemand auf Klingeln und Klopfen. Wegen der möglichen Gefahr verschaffte sich die Feuerwehr gewaltsam Zutritt. Ein Trupp ging unter Atemschutz in die Räume vor und fand dort einen bewusstlosen Mann.

Die Feuerwehrleute brachten den 30-Jährigen sofort aus der Wohnung und übergaben ihn an den Rettungsdienst. Trotz aller Bemühungen kam für ihn jede Hilfe zu spät. Er starb noch am Einsatzort.

Bei der weiteren Erkundung entdeckten die Feuerwehrleute in der Wohnung dann einen Schwelbrand. Das Feuer konnte mit einem C-Rohr schnell unter Kontrolle gebracht und vollständig gelöscht werden.

Anschließend überprüfte die Feuerwehr auch sämtliche angrenzenden Wohnungen auf eine mögliche Belastung mit dem gefährlichen Atemgift Kohlenmonoxid. Weil auch dort teilweise niemand auf Klingeln und Klopfen reagierte, mussten drei weitere Wohnungstüren gewaltsam geöffnet werden. Die Messungen ergaben jedoch keine nachweisbare Kohlenmonoxid-Konzentration.

Rund 25 Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr Solingen war mit rund 25 Kräften im Einsatz. Während der Löscharbeiten besetzte die Löscheinheit 5 die Feuerwache 1, um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherzustellen. Zusätzlich waren ein weiterer Führungsbeamter und die Informations- und Kommunikationseinheit mit einer Drohne im Einsatz.

Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die anderen Hausbewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr übergab den Einsatzort anschließend an die Polizei. Wie der Schwelbrand entstand, ist bislang unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

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