Gerlinde Steingrüber fordert von der Stadt schnellere Lösungen für die Aufderhöher Straße – Kritik auch an Prioritäten bei der Verkehrsplanung
Solingen – Nach der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid erhöht die CDU den Druck auf die Stadtverwaltung. Im Mittelpunkt steht die angespannte Verkehrssituation im Bereich Aufderhöher Straße/Löhdorfer Straße. Gerlinde Steingrüber, Fraktionsvorsitzende der CDU in der Bezirksvertretung, fordert, dass die Verwaltung bei dem nach Ansicht ihrer Fraktion seit langem bestehenden Problem endlich handelt.
„Die Leitung des Ressorts 5 der Stadtverwaltung sollte endlich damit beginnen, Dinge umzusetzen, die längst beschlossen wurden“, erklärt Steingrüber. Als Beispiel nennt sie den Dauerstau an der Aufderhöher Straße und der Löhdorfer Straße.
Nach Angaben der CDU habe die Verwaltung für die Beantwortung eines von der Fraktion angestoßenen Prüfauftrags rund zwei Jahre benötigt. Mit dem Ergebnis zeigt sich Steingrüber unzufrieden.
„Der Inhalt der Informationsvorlage lässt sich mit den Worten ‚Geht nicht, gibt’s nicht‘ etwas polemisch zusammenfassen. Das ist zu wenig. Das ist keine Gestaltung. Das ist fantasielos und den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern auch nicht mehr vermittelbar, wie der große Zuschauerandrang bei unserer BV-Sitzung gezeigt hat.“
CDU begrüßt geplante Bürgerbeteiligung
Dass sich Anwohner zunehmend zu Wort melden, bewertet die CDU positiv. „Als CDU finden wir es richtig, dass die Bürger nun sprichwörtlich Dampf ablassen“, so Steingrüber.
Ausdrücklich begrüßt die Fraktion deshalb die nach ihren Angaben in Aussicht gestellte Bürgerbeteiligung. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) habe diese mit der Verwaltung vereinbart.
Steingrüber verbindet die Kritik am Umgang mit der Verkehrssituation in Aufderhöhe zugleich mit einer grundsätzlichen Forderung nach anderen Prioritäten innerhalb der Solinger Verkehrsplanung.
Dabei verweist sie auf die geplante Veloroute 2 über die Merscheider Straße und Beethovenstraße. Aus ihrer Sicht sollten personelle und finanzielle Ressourcen stattdessen stärker dort eingesetzt werden, wo bereits konkrete Verkehrsprobleme bestehen.
„Anstatt die Planung und vorhandene Ressourcen auf die in meinen Augen nicht nötige Veloroute 2 über die Merscheider- und Beethovenstraße zu konzentrieren, auf denen der Verkehrsfluss überwiegend staufrei verläuft, sollte sich die Stadtplanung endlich mit den wirklichen Verkehrsproblemen wie in Aufderhöhe beschäftigen“, fordert die CDU-Politikerin.
Steingrüber fordert Priorität für Aufderhöhe
Dass innerhalb der Verwaltung Personal und finanzielle Mittel begrenzt seien, stellt Steingrüber nach eigenen Worten grundsätzlich nicht infrage. Gerade deshalb müssten jedoch Prioritäten gesetzt werden.
„Wenn das aber so ist, dann muss in diesem Fall Herr Budde Prioritäten setzen – und zwar im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und gefasster politischer Beschlüsse“, erklärt Steingrüber.
Die CDU-Fraktionsvorsitzende kündigt zugleich an, auch persönlich für Gespräche mit den betroffenen Anwohnern zur Verfügung zu stehen.
Die Debatte um die Verkehrssituation an der Aufderhöher Straße dürfte damit weitergehen. Die CDU erwartet nun von der Verwaltung konkrete Schritte und Lösungen für den nach ihrer Darstellung seit langem problematischen Kreuzungsbereich.







