Dies & DasH-Gas-Umstellung in Solingen: Diese Frist müssen Besitzer von Gasgeräten jetzt beachten

H-Gas-Umstellung in Solingen: Diese Frist müssen Besitzer von Gasgeräten jetzt beachten

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Netze Solingen erfassen mehr als 40.000 Gasgeräte – ab Februar 2028 gelten strengere Vorgaben – Monteure kündigen ihre Besuche schriftlich an

Solingen – Die Vorbereitungen für die große Erdgasumstellung in Solingen laufen. Seit Frühjahr 2026 werden Gasgeräte in Haushalten und Betrieben erfasst, bevor das Solinger Gasnetz im Jahr 2028 von L-Gas auf H-Gas umgestellt wird. Betroffen sind mehr als 40.000 Gasgeräte. Inzwischen weisen die Netze Solingen auf eine wichtige Frist hin: Sechs Wochen vor dem für den 23. Mai 2028 vorgesehenen Umstellungstermin dürfen nur noch bestimmte Gasgeräte neu in Betrieb genommen werden.

Konkret bedeutet dies: Ab etwa 11. April 2028 dürfen nur noch Geräte in Betrieb genommen werden, die entweder selbstadaptierend sind und sich automatisch auf die neue Gasqualität einstellen oder bereits für den Betrieb mit H-Gas eingerichtet wurden.

Für Eigentümer, die in den kommenden Monaten oder im Jahr 2027 eine neue Gastherme oder ein anderes Gasgerät anschaffen wollen, ist dieser Hinweis besonders wichtig. Sie sollten bereits beim Kauf beziehungsweise bei der Installation darauf achten, dass das Gerät für die bevorstehende H-Gas-Versorgung geeignet ist.

Umstellung auf H-Gas am 23. Mai 2028

Bereits im März diesen Jahres hatten die Netze Solingen mitgeteilt, dass die Erhebungsphase für die sogenannte Marktraumumstellung begonnen hat. Dabei werden sämtliche vorhandenen Gasgeräte erfasst. Die Termine bei den Kunden sollten nach damaliger Planung von April bis Dezember 2026 stattfinden.

Hintergrund ist die schrittweise Umstellung der Erdgasversorgung in Deutschland. Bislang wird Solingen überwiegend mit sogenanntem L-Gas versorgt, das einen niedrigeren Brennwert als H-Gas besitzt. Im Stadtteil Unterburg erfolgte die Umstellung bereits im Jahr 2024. Für das übrige Solinger Stadtgebiet ist sie für 2028 vorgesehen.

Nach Angaben der Netze Solingen betrifft das Projekt mehr als 40.000 Gasgeräte. Bei der Erhebung wird festgestellt, welche Geräte vorhanden sind und welche technischen Maßnahmen vor der eigentlichen Umstellung erforderlich sind.

Monteure kündigen ihren Besuch drei Wochen vorher an

Die Netze Solingen weisen zugleich darauf hin, dass Kunden nicht mit unangekündigten Monteuren rechnen müssen. Besuche zur Erhebung und späteren Anpassung werden mit einem Vorlauf von drei Wochen schriftlich angekündigt.

Sollte darüber hinaus ein Besuch zur Qualitätssicherung erforderlich sein, erfolgt die schriftliche Ankündigung nach Angaben des Netzbetreibers eine Woche vor dem Termin.

Die beauftragten Mitarbeiter können sich mit einem Lichtbildausweis der Netze Solingen ausweisen. Außerdem müssen sie die individuelle Auftragsnummer des jeweiligen Kunden nennen können.

Wer Zweifel hat, ob tatsächlich ein von den Netzen Solingen beauftragter Mitarbeiter vor der Tür steht, sollte die Person zunächst nicht ins Haus oder in die Wohnung lassen und sich beim Erdgasbüro rückversichern. Bei Verdacht auf einen Betrugsversuch raten die Netze Solingen dazu, umgehend die Polizei zu verständigen. Die Telefonnummer der Stadtwerke Solingen lautet 0212 / 295 – 0.

Zugang zu Gastherme und Zähler muss möglich sein

Beim vereinbarten Termin müssen Gaszähler und sämtliche Gasgeräte für die Monteure zugänglich sein. Passt der vorgeschlagene Termin nicht, kann nach Angaben der Netze Solingen über einen QR-Code im Anschreiben ein anderer Termin vereinbart werden.

Die Erhebung selbst ist notwendig, weil nicht jedes Gasgerät ohne technische Änderungen mit der künftig gelieferten Gasqualität betrieben werden kann. Erst nach Abschluss der Erfassung lässt sich für jedes einzelne Gerät feststellen, welche Anpassungen notwendig sind.

Für die eigentlichen Maßnahmen zur Gasumstellung ist nach § 19a Energiewirtschaftsgesetz der jeweilige Netzbetreiber verantwortlich – in Solingen die SWS Netze Solingen GmbH.

Anpassung wird übernommen – Reparaturen können Eigentümer Geld kosten

Die Kosten der eigentlichen Umstellungsmaßnahmen werden zunächst von den Netzen Solingen getragen und anschließend über die Netzentgelte bundesweit auf die Erdgaskunden verteilt.

Anders sieht es aus, wenn bei der Überprüfung festgestellt wird, dass ein Gasgerät repariert, gewartet oder sogar ausgetauscht werden muss. Diese Kosten muss der Eigentümer des Gerätes selbst tragen.

Für Solinger Haushalte mit Gasheizung dürfte das Thema damit in den kommenden Monaten zunehmend wichtig werden. Spätestens bei einem geplanten Austausch der Heiztherme sollte die bevorstehende Umstellung berücksichtigt werden: Der entscheidende Stichtag für das Solinger Netz ist der 23. Mai 2028 – sechs Wochen vorher greifen bereits die besonderen Vorgaben für neu in Betrieb genommene Geräte.

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