Die Bürgergemeinschaft für Solingen berichtet über zwei Entscheidungen aus der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid: Bei der problematischen Verkehrssituation in Aufderhöhe soll die Bürgerbeteiligung eine größere Rolle spielen. In Ohligs soll unterdessen ein kleiner Stadtteilplatz künftig auch im Namen einer Bushaltestelle sichtbar werden.
Solingen – Zwei Themen aus der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid (OAM) greift die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) in aktuellen Mitteilungen auf. Im Mittelpunkt stehen die seit Jahren diskutierte Verkehrssituation rund um die Aufderhöher Straße sowie die Benennung einer Bushaltestelle am neuen kleinen Stadtteilplatz in Ohligs.
Aufderhöhe: Ergebnisse nach zwei Jahren vorgelegt
Nach Angaben der BfS hat die Stadtverwaltung nach rund zwei Jahren die Ergebnisse eines Prüfauftrags zum Kreuzungsbereich Aufderhöher Straße vorgelegt. Das Ergebnis sorgt bei der Bürgergemeinschaft allerdings nur teilweise für Zufriedenheit.
Demnach kommt die Verwaltung zu dem Schluss, dass ein umfassender Umbau des Kreuzungsbereichs zwar wünschenswert, derzeit jedoch nicht finanzierbar sei. Gerade die Verkehrsbelastung in Aufderhöhe beschäftigt Anwohner und Politik bereits seit längerer Zeit.
Als eine Ursache nennt die BfS unter anderem die aus ihrer Sicht problematische Anbindung Solingens an die Autobahn A3. Auch wenn sich daran kurzfristig wenig ändern lasse, müssten zumindest die örtlichen Verkehrsknotenpunkte verbessert werden.
„Hierzu müssen nun endlich die Verkehrsknotenpunkte im Stadtbezirk, allen voran der Kreuzungsbereich Aufderhöher Straße angegangen werden, werden andere Projekte zurückgestellt werden müssen“, erklärt Michael Bender für die BfS in der Bezirksvertretung.
Bürger sollen eigene Vorschläge einbringen
Positiv bewertet die Bürgergemeinschaft die geplante Beteiligung der Bevölkerung. Die Anwohner in Aufderhöhe sollen demnach Gelegenheit erhalten, eigene Vorschläge einzubringen, die von der Verwaltung ergebnisoffen geprüft werden sollen.
Zusätzlich ist eine Bürgerversammlung vorgesehen, bei der mögliche Lösungen gemeinsam beraten werden. Die Ergebnisse sollen anschließend als Grundlage für eine politische Beschlussfassung dienen, die nach Angaben der BfS noch im November erfolgen soll.
„Endlich wird eine adäquate und umfassende Bürgerbeteiligung in einem derart wichtigen Projekt umgesetzt“, erklärt BfS-Ratsmitglied und Anwohner Patrick Hinck. Eine solche Form der Beteiligung wünsche sich die Bürgergemeinschaft auch bei weiteren größeren Projekten in Solingen.
Die BfS sieht darin einen wichtigen Schritt, um bei dem seit Jahren bekannten Verkehrsproblem in Aufderhöhe voranzukommen. Gleichzeitig bietet die Bürgergemeinschaft an, Vorschläge aus der Bevölkerung aufzunehmen.
Ohligs bekommt einen „Ohligser Platz“
Eine weitere Entscheidung der Bezirksvertretung betrifft Ohligs. Nach Angaben der BfS ist das Gremium einstimmig dem Vorschlag gefolgt, eine Bushaltestelle im Ohligser City-Ring nach dem dortigen kleinen Stadtteilplatz zu benennen.
„Endlich erhält Ohligs einen Ohligser Platz!“, freut sich Michael Bender über die Entscheidung.
Der kleine Platz am Ende der Aachener Straße soll nach Vorstellung der Bürgergemeinschaft künftig nicht nur einen Namen tragen, sondern auch stärker mit der Geschichte des Stadtteils verbunden werden. Denkbar seien beispielsweise Informationen über die Geschichte der früher selbstständigen Stadt Ohligs sowie über Persönlichkeiten, die Ohligs geprägt haben.
Die BfS hofft dabei auf eine Zusammenarbeit mit örtlichen Initiativen und Schulen.
„Die Bürgergemeinschaft für Solingen hofft, dass gemeinsam mit Initiativen und Schulen im Stadtteil der Name des Platzes nun auch mit Inhalt gefüllt werden kann“, so Bender.
Die Bürgergemeinschaft bietet nach eigenen Angaben auch bei der weiteren Ausgestaltung des Platzes ihre Unterstützung an.







