Solingen – Klare Regeln, ein sichtbares Bekenntnis zur Klingenstadt und weniger Raum für politische Auseinandersetzungen um Flaggen: CDU-Fraktionschef Carsten Voigt begrüßt die neue Beflaggungspraxis von Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU) ausdrücklich. Aus Sicht der CDU schafft die Stadt damit Transparenz und einen verlässlichen Rahmen für Schulen und Verwaltungsgebäude.
Wie die Solinger Nachrichten bereits berichteten, gelten ab dem 1. Oktober 2026 erstmals klare Vorgaben für die Beflaggung städtischer Schulen und Verwaltungsgebäude.
Im Mittelpunkt steht dabei künftig die Solinger Stadtflagge. Sie soll an den städtischen Schulen und Verwaltungsgebäuden regulär gehisst werden und damit sichtbar für die Verbundenheit mit der Klingenstadt stehen.
CDU-Fraktionschef Carsten Voigt bewertet die Entscheidung positiv: „Fahnen sollen verbinden und nicht trennen. Kommunalpolitik ist kein Feld für Kulturkrieger.“
Die neuen Regeln zeigten nach seiner Auffassung, dass Oberbürgermeister Daniel Flemm den Zusammenhalt in Solingen stärken wolle.
„Künftig wird an allen städtischen Schulen und Verwaltungsgebäuden die Flagge unserer Heimatstadt Solingen gehisst. Das steht für Zusammenhalt und stärkt die Heimatverbundenheit aller Menschen, die in Solingen leben und arbeiten“, erklärt Voigt.
Solingen, Deutschland und Europa sichtbar vertreten
Auch die Deutschlandflagge spielt in der neuen Beflaggungspraxis eine wichtige Rolle. Bereits seit dem Amtsantritt von Oberbürgermeister Daniel Flemm am 1. November 2025 weht am Rathaus die Flagge der Bundesrepublik Deutschland.
Sofern an den Verwaltungsgebäuden an der Bonner Straße und der Gasstraße ausreichend Flaggenmasten zur Verfügung stehen, sollen dort künftig ebenfalls die Deutschlandflagge sowie die Flagge der Europäischen Union gehisst werden.
Voigt begrüßt auch diesen Teil der Regelung: „Als Christdemokraten bekennen wir uns ungezwungen und selbstverständlich auch zu der Flagge unseres Heimatlandes.“
Für den CDU-Fraktionschef stehen die neuen Vorgaben damit für ein selbstverständliches Bekenntnis zu Solingen, Deutschland und Europa.
Klare Regelung auch für die Regenbogenflagge
Gleichzeitig bleibt die Regenbogenflagge Teil der Beflaggungsmöglichkeiten. Wie bereits berichtet, können die Schulkonferenzen am 17. Mai selbst entscheiden, ob sie anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit die Regenbogenflagge hissen möchten oder nicht.
Damit schafft die Stadt auch in diesem Punkt einen klar definierten Rahmen und überlässt den Schulen für diesen Anlass die Entscheidung.
Die Stadt hatte zuvor zudem rechtlich prüfen lassen, wie die Beflaggung an Schulen und Verwaltungsgebäuden geregelt werden kann. Mit den nun festgelegten Vorgaben soll eine einheitliche und nachvollziehbare Praxis geschaffen werden.
Lange Diskussion bekommt einen verbindlichen Rahmen
Der Neuregelung war eine längere politische Diskussion vorausgegangen. Die Solinger Nachrichten hatten zuletzt ausführlich darüber berichtet, dass unter anderem ein Antrag der AfD die Beflaggung an Solinger Schulen erneut auf die politische Tagesordnung gebracht hatte.
Dabei ging es insbesondere um die Frage, welche Flaggen an öffentlichen Gebäuden und Schulen gehisst werden können und welche rechtlichen Vorgaben dabei gelten.
Mit der Entscheidung des Oberbürgermeisters liegt nun erstmals ein verbindlicher Rahmen vor.
Voigt verbindet damit die Hoffnung, dass die Beflaggung künftig weniger Anlass für politische Auseinandersetzungen bietet.
„Diese neuen Regeln stehen für Klarheit statt Unsicherheit, für Versöhnen statt Spalten und für ein völlig ungezwungenes Bekenntnis zu Solingen, Deutschland und Europa“, so der CDU-Fraktionschef.
„Es gibt wichtigere Themen“
Gleichzeitig macht Voigt deutlich, dass die Diskussion um Flaggen aus seiner Sicht nicht die kommunalpolitische Arbeit bestimmen sollte.
„So wichtig Flaggen auch für unsere Identität sein mögen. Die Menschen haben zurzeit viele andere, auch materielle Sorgen.“
Deshalb setzt der CDU-Fraktionschef darauf, dass mit den neuen Vorgaben Ruhe in die bisherige Diskussion kommt.
„Es gibt wichtigere Themen, wenn wir Solingen Schritt für Schritt lebenswerter und besser machen wollen“, so Voigt abschließend.
Mit den neuen Regeln setzt die Stadt damit auf eine einheitliche Linie: Die Solinger Flagge steht künftig sichtbar für die gemeinsame Heimatstadt, Deutschland und Europa erhalten ihren festen Platz – und zugleich bleibt für besondere Anlässe ein klar geregelter Spielraum.







