Solingen. In Ohligs, Aufderhöhe und Teilen von Merscheid ändert sich ab Mittwoch, 30. September, wieder die Herkunft des Trinkwassers. Die Stadtwerke Solingen kehren in den betroffenen Stadtteilen zur regulären Versorgungsstruktur zurück. Das Wasser kommt dann wieder über das Wasserwerk Glüder aus der Sengbachtalsperre.
Die Stadtwerke hatten die Versorgung in den genannten Bereichen am 20. Juli vorsorglich auf das Wasserwerk Baumberg umgestellt. Gleichzeitig war die Wasserabgabe aus der Großen Dhünn-Talsperre angepasst worden. Hintergrund war die sommerliche Trockenheit. Mit der vorübergehenden Umstellung sollten sowohl die Sengbachtalsperre als auch die Große Dhünn-Talsperre gezielt entlastet werden.
Sengbachtalsperre derzeit zu 56,5 Prozent gefüllt
Nach Angaben der Stadtwerke hat die Maßnahme die gewünschte Wirkung gezeigt. Der Füllstand der Sengbachtalsperre liegt aktuell bei rund 1,66 Millionen Kubikmetern und damit bei 56,5 Prozent. Die Große Dhünn-Talsperre verfügt derzeit über einen Wasservorrat von rund 26,4 Millionen Kubikmetern.
„Wir haben die Wasserversorgung im Sommer vorsorglich angepasst, um die verfügbaren Wasserressourcen zu schonen. Die Entwicklung der Wasserstände und die aktuelle Situation ermöglichen es uns nun, wieder zur regulären Versorgung zurückzukehren“, erklärt Michael Esser, Hauptabteilungsleiter Wasser bei den Stadtwerken Solingen.
Dass Solingen sein Trinkwasser aus mehreren Quellen beziehen kann, sei dabei ein wichtiger Faktor für die Versorgungssicherheit. „Unsere Wasserversorgung ist auf mehrere Säulen aufgebaut. Das gibt uns die notwendige Flexibilität, die einzelnen Bezugsquellen je nach Situation zu entlasten oder stärker zu nutzen. Genau diese Möglichkeit haben wir in diesem Sommer genutzt“, so Esser.
Rückkehr zur regulären Wasserversorgung
Mit der Umstellung werden Ohligs, Aufderhöhe und die betroffenen Bereiche von Merscheid ab Mittwoch wieder über das Wasserwerk Glüder mit Wasser aus der Sengbachtalsperre versorgt.
Damit kehrt die Versorgung insgesamt wieder zur üblichen Struktur zurück. Solingen und auch Haan werden über das Wasserwerk Glüder mit Wasser aus der Sengbachtalsperre sowie über das Wasserwerk Dabringhausen mit Wasser aus der Großen Dhünn-Talsperre versorgt.
Die Stadtwerke wollen die Füllstände der Talsperren sowie die Wetter- und Niederschlagsentwicklung weiterhin genau beobachten. Sollte sich die Situation erneut verändern, könnten Bezugs- und Verteilungsmengen kurzfristig angepasst werden.
Stadtwerke mahnen weiterhin zum bewussten Umgang mit Trinkwasser
Trotz der Rückkehr zur normalen Versorgung appellieren die Stadtwerke an die Verbraucher, weiterhin verantwortungsvoll mit Trinkwasser umzugehen. Die Auswirkungen des Klimawandels machten sich zunehmend auch in der Wasserwirtschaft bemerkbar. Dazu zählen nach Angaben des Versorgers unter anderem veränderte Niederschlagsmuster und längere Trockenperioden.
„Auch wenn wir jetzt wieder zur regulären Versorgungsstruktur zurückkehren können, bleibt ein bewusster Umgang mit Trinkwasser wichtig. Leitungsgebundenes Wasser ist ein wertvolles und lebensnotwendiges Gut“, betont Esser.
Die Stadtwerke wollen deshalb auch künftig die Entwicklung der verfügbaren Wasserressourcen genau verfolgen und die Versorgung bei Bedarf entsprechend steuern.







