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„TuK muss bleiben!“ erhöht Druck: Das Bündnis fordert Sanierung und warnt vor Zentralfeuerwache

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SOLINGEN. Die Entscheidung über die Zukunft des Theater- und Konzerthauses und der Solinger Feuerwachen ist noch längst nicht gefallen – und das Bündnis „TuK muss bleiben!“ will weiter für den Erhalt des Kulturstandortes kämpfen. Nach eigenen Angaben haben inzwischen mehr als 4.600 Menschen die Forderungen der Initiative unterstützt. Unmittelbar vor der Ratssitzung am Donnerstag, 1. Oktober, demonstrierte das Bündnis vor dem Theater- und Konzerthaus an der Konrad-Adenauer-Straße für den Erhalt und die weitere Sanierung des Gebäudes.

Im Mittelpunkt der Forderungen steht die Fortsetzung der notwendigen Instandhaltung einschließlich der Brandschutzsanierung. Das Bündnis sieht die hohe Zahl der gesammelten Unterschriften als deutliche Unterstützung für den Erhalt des Theater- und Konzerthauses am bisherigen Standort.

Nach Auffassung der Initiative sollten bereits vorgesehene und begonnene Investitionen nicht aufgegeben werden. Sie verweist darauf, dass für die Sanierung des Hauses bereits erhebliche Mittel eingeplant beziehungsweise investiert worden seien. Auch im städtischen Haushalt sind Mittel für die Sanierung des Theater- und Konzerthauses vorgesehen.

Ratsbeschluss bringt drei Varianten in die nächste Runde

Der Solinger Stadtrat beschloss am Donnerstagabend mit 66 von 80 Stimmen, drei Zukunftsvarianten vertieft untersuchen zu lassen. Dazu gehört auch eine Variante, bei der das bestehende Theater- und Konzerthaus saniert wird und die bisherigen Feuerwachen erhalten bleiben. Daneben werden zwei Varianten untersucht, bei denen am heutigen Theaterstandort eine zentrale Feuerwache entstehen und das Theater an anderer Stelle neu gebaut werden könnte.

Damit ist eine endgültige Entscheidung über Sanierung, Neubau oder Zentralfeuerwache noch nicht getroffen.

Für das Bündnis „TuK muss bleiben!“ ist entscheidend, dass die Sanierung des bestehenden Hauses einschließlich des Brandschutzes im weiteren Verfahren ernsthaft berücksichtigt wird. Das Bündnis hält diese Lösung angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt für die aus seiner Sicht finanzierbarste Variante und argumentiert, dass damit zugleich das bestehende Kulturangebot weitgehend erhalten werden könne.

Bündnis zweifelt an Verkehrsuntersuchung

Kritik äußert die Initiative auch an den bisherigen Untersuchungen zu einer möglichen Zentralfeuerwache am heutigen Standort des Theater- und Konzerthauses. Nach Auffassung des Bündnisses seien entscheidende Fragen zur Verkehrssituation noch nicht ausreichend beantwortet.

Dabei geht es insbesondere um die Konrad-Adenauer-Straße und die umliegenden Hauptverkehrsachsen wie Goerdelerstraße, Schlagbaumer Straße und Kronprinzenstraße. Die Initiative bezweifelt, dass die Auswirkungen von Einsatzfahrten während der Hauptverkehrszeiten und bei bereits vorhandenen Staus ausreichend untersucht wurden.

Auch mögliche Auswirkungen auf Fahrzeiten in weiter entfernte Solinger Stadtteile, zusätzliche Einsatzfahrten mit Martinshorn sowie die Folgen von Baustellen oder winterlichen Straßenverhältnissen müssten nach Ansicht des Bündnisses stärker berücksichtigt werden.

Forderung nach unabhängiger Verkehrsstudie

„TuK muss bleiben!“ fordert deshalb eine unabhängige und umfassendere Verkehrsuntersuchung, bevor weitreichende Entscheidungen über eine Zentralfeuerwache am Schlagbaum getroffen werden.

Aus Sicht der Initiative müsse zunächst belastbar geklärt werden, ob der Standort unter realistischen Verkehrsbedingungen tatsächlich für eine zentrale Feuerwache geeignet ist.

Das Bündnis macht damit deutlich, dass es den nun gestarteten weiteren Planungsprozess kritisch begleiten will. Das Ziel bleibt unverändert: Das Theater- und Konzerthaus soll an der Konrad-Adenauer-Straße erhalten, instandgesetzt und brandschutztechnisch saniert werden.

Die Auseinandersetzung um eine der größten Solinger Standortentscheidungen der kommenden Jahre dürfte damit auch nach dem Ratsbeschluss weitergehen.

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