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GesundheitKlinikum: Neustrukturierung im Zentrum für Innere Medizin - Schritt Eins

Klinikum: Neustrukturierung im Zentrum für Innere Medizin – Schritt Eins

Solingen/ Die Umsetzung des Masterplans, den das Städtische Klinikum (SKS) in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Lohfert & Lohfert entwickelt hat, beinhaltet u.a. eine strategische Neuausrichtung des Zentrums für Innere Medizin. Im ersten Schritt erfolgt eine Reorganisation der Medizinischen Klinik III. Hierbei wird die Klinik für Geriatrie, Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie unter neue ärztliche Leitung gestellt. Nicole Pfeifer, Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie, übernimmt als Chefärztin die Verantwortung für die gesamte Klinik. Die Nephrologie wird zukünftig als Department innerhalb der Klinik geführt. Departmentleiter wird PD Dr. Michael Schmitz, bisher leitender Oberarzt der Klinik für Nephrologie und Allgemeine Innere Medizin, die 1975 als eigenständige Abteilung mit der Einführung der ersten Hämodialyse für Patienten mit Nierenversagen an den Start ging.

Hintergrund dieser Weiterentwicklung ist die Empfehlung von Lohfert & Lohfert, die medizinische Versorgung von Menschen mit Mehrfacherkrankungen, die älter als 70 Jahre sind, zu verbessern und gleichzeitig die stationäre Verweildauer zu verkürzen. „Diese Herausforderung kann nur dann gelöst werden, wenn ein Krankenhaus eine gut strukturierte Altersmedizin aufbaut“, erklärt der Kaufmännische Geschäftsführer, Dr. Martin Eversmeyer. Genau dies soll der neue Schwerpunkt der Medizinischen Klinik III werden.

Prof. Dr. Thomas Standl, Medizinischer Geschäftsführer erläutert: „Bis jetzt stellte sich die Situation für die Patienten im SKS wie folgt dar: Sie wurden wegen einer akuten Erkrankung stationär behandelt, zum Beispiel nach einem Oberschenkelhalsbruch. Da die Verläufe im Alter häufig langwieriger sind und chronische Erkrankungen oder Behinderungen die Genesung hinauszögern, waren wir bisher als Akutkrankenhaus oftmals gezwungen, diese Patienten in andere Einrichtungen oder Krankenhäuser zu verlegen. Der Bedarf von qualifizierter medizinischer und pflegerischer Nachsorge wächst ständig und die derzeit in Solingen verfügbaren Kapazitäten reichen angesichts der demografischen Entwicklung nicht mehr aus, um alle Menschen wohnortsnah zu versorgen. Die Verlegung in andere Orte wirkt sich auf die ohnehin geschwächten Patienten oft negativ aus und bringt für die Angehörigen, die sich oft um ihre Partner oder Eltern kümmern, weitere Strapazen mit sich.“

In der Medizinischen Klinik III wird die Aufgabe neu gebündelt, älteren Menschen eine spezielle, individuelle und altersgerechte medizinische Versorgung in Situationen wie oben beschrieben, zu bieten. Chefärztin Nicole Pfeifer gibt einen Ausblick: „Wir werden die Patienten ganzheitlich betreuen und berücksichtigen dabei neben der Erkrankung, die zu einem Krankenhausaufenthalt geführt hat, auch die individuelle familiäre, soziale und lebensgeschichtliche Situation jedes Patienten“. Das Ziel ist die Erhaltung oder Wiederherstellung von Selbständigkeit, Lebensqualität und Lebensperspektiven für den Alltag.

Der neuen Chefärztin ist die enge Kooperation von allen an Betreuung älterer Menschen beteiligten Partnern besonders wichtig. Zu diesem Netzwerk zählen – neben dem „Therapeutischen Team“ in der Klinik – die niedergelassenen Ärzte und ambulante Dienste. Die bereits bestehende Kooperation und die bisher gute Zusammenarbeit mit der Geriatri-Abteilung der Lukasklinik soll vertieft und ausgebaut werden. Nicole Pfeifer: „Wir müssen es gemeinsam anpacken, um die Menschen wieder auf die Beine zu bringen. Die älteren Menschen müssen wir möglichst alle in den beiden Solinger Krankenhäusern versorgen“.

Nicole Pfeifer studierte Medizin in Köln und absolvierte anschließend berufliche Stationen u.a. in Leverkusen (St. Josef Krankenhaus) und Neuss (Städtische Kliniken Neuss). Seit Mitte 2017 war sie Chefärztin der Klinik für Geriatrie am Elisabeth Krankenhaus Grevenbroich / Rheinlandklinikum.

Der Schwerpunkt im Department für Nephrologie bleibt weiterhin die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Nieren- und Hochdruckkrankheiten. Patienten werden sektorenübergreifend sowohl stationär als auch ambulant im integrierten KfH-Zentrum betreut. Für Patienten mit dialysepflichtigem Nierenversagen werden Hämodialyse und Bauchfelldialyse angeboten. Letzteres Verfahren eignet sich auch gut für Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz, um wiederholte stationäre Aufenthalte zu vermeiden. In der dem Department angegliederten Schlaganfalleinheit innerhalb der internistischen Intensivstation werden Patienten mit Schlaganfall betreut.

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