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SolingenSchnelles Internet für ganz Solingen

Schnelles Internet für ganz Solingen

Solingen/ 20,6 Millionen Euro Fördergelder von Bund und Land kann die Klingenstadt in den kommenden zweieinhalb Jahren in den Ausbau des Glasfasernetzes in Solingen investieren. Innerhalb der nächsten 2,5 Jahre werden so rund 3.300 unterversorgte Privat- und Firmenadressen in Solingen, die letzten „weißen Flecken“ auf der Breitbandkarte für die Klingenstadt, mit Glasfaseranschlüssen versorgt. „Unterversorgt“ sind Haushalte, deren Internetzugang weniger als 30 Mbit pro Sekunde leistet. Der Ausbau wird von dem Internetanbieter epcan aus dem münsterländischen Vreden vorgenommen. Das Unternehmen war in einer Ausschreibung erfolgreich, die die Stadt Solingen im zweiten Halbjahr 2020 durchgeführt hat. Die epcan-Geschäftsführung stellte sich am Mittwoch, 30. Juni,  Oberbürgermeister Tim Kurzbach und den Solinger Medien im Klingenmuseum vor und erläuterte ihre Planungen.

Bevor der Glasfaserausbau startet, wird die epcan GmbH ab Mitte August die 6-8 wöchige Nachfragebündelung vornehmen. Sie dient dazu, den genauen Bedarf zu ermitteln und einen wirtschaftlichen Ausbau zu planen. Die Haushalte und Unternehmen, die sich bereits während der Nachfragebündelung für einen Anschluss entscheiden, haben die Möglichkeit, einen kostenlosen Anschluss zu bekommen. Im Anschluss an die Nachfragebündelung folgt die Feinplanung, so dass der Ausbau im IV. Quartal 2021 beginnen kann. Während der Nachfragebündelung wird die epcan GmbH Infopoints für Einzelberatungen vor Ort durchführen, die genauen Termine werden bekannt gegeben. Haushalte und Unternehmen, die sich allerdings erst nach der Nachfragebündelung und der Netzplanung für einen Anschluss entscheiden, müssen die Anschlusskosten selber tragen. 

Alle betroffenen Haushalte werden direkt kontaktiert und nach dem grundsätzlichen Interesse an einem Glasfaseranschluss gefragt.

Nils Waning, Geschäftsführer der epcan GmbH.  „Wir rechnen damit, dass wir schon in wenigen Wochen, nach den Schulferien in NRW, mit der Nachfragebündelung starten. Dann erhalten alle geförderten Haushalte auch schriftliches Informationsmaterial zum Glasfaserprojekt

Der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach freut sich, „dass sich in absehbarer Zeit die letzten Breitbandlücken in Solingen schließen.“ Die Klingenstadt stehe im Durchschnitt schon sehr gut da: „Dreizehn Gewerbegebiete sind vollständig mit Glasfaser ausgestattet, fünfzehn weitere sind weitgehend ausgebaut. Alle Schulen sind ans Breitbandnetz angeschlossen, die Kindergärten folgen. Auch fast alle Haushalte in der Klingenstadt können mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Internet surfen, über die Hälfte sogar mit einem Gigabit pro Sekunde. Aber gerade die landschaftlich reizvollen Regionen der Stadt im Süden und Osten sind bis heute abgehängt von der Entwicklung, weil „der Markt“ allein es hier nicht regeln wollte. Deshalb ist es richtig, dass Staat und Kommune einspringen: Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse muss in unserer ganzen Stadt gewährleistet sein. Solingen ist eine der Smart Cities in Deutschland und dabei wollen wir alle Solingerinnen und Solinger mitnehmen, egal, ob sie in den Innenstadtkernen wohnen oder in der Hofschaft.“

Finanziert wird der Ausbau vollständig durch Fördermittel, die sich die Stadt Solingen bei Bund und Land NRW sichern konnte.

Hintergrund: Seit 2016 nimmt Solingen am Bundesprogramm „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ teil. Das Problem der „weißen Flecken“, d.h. der nicht mit breitbandigem Internet angeschlossenen Gebiete in Randlagen der Städte oder auf dem Lande besteht bundesweit. Für Telekommunikationsunternehmen ist der Anschluss nicht wirtschaftlich, weshalb Bund und Land den Ausbau mit Zuschüssen fördern. Nachdem Solingen eine Studie zur Situation im der Klingenstadt eingereicht hatte, erhielt die Stadt von Land und Bund eine vorläufige Förderzusage in Höhe von 15,5 Mio. Euro. Eine erste Vergaberunde 2019 blieb auf Grund der knappen Ressourcen in der Telekommunikationsbranche ohne Anbieter. In einem zweiten Vergabeverfahren hat sich nun die epcan GmbH aus Vreden als Bestbieter durchgesetzt.

Wenn die weißen Flecken in Solingen mit Glasfaser geschlossen sind – das soll in zweieinhalb Jahren der Fall sein – werden knapp 20 Prozent der Haushalte in Solingen so hochwertig angeschlossen sein. Derzeit sind acht Prozent der Haushalte mit Glasfaser versorgt, dazu kommen sechs Prozent Glasfaseranschlüsse der Technischen Betriebe in Gewerbegebieten, Schulen und Kindertagesstätten.  

Weitere Informationen zum Ausbau der „weißen Flecken“ sowie dem Breitbandausbau in Solingen und dem Glasfasernetz in Gewerbegebieten finden sich auf breitband.solingen.de

Auskunft:

Alexander Osterhold
Breitbandkoordinator

Telefon:0151 / 1160 7450
Telefax:0212 / 249 4-139

E-Mail:a.osterhold@solingen.de

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