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SolingenHandball: Bergische Löwen wollen Erlanger Tempo drosseln

Handball: Bergische Löwen wollen Erlanger Tempo drosseln

Bergisches Land/ Am Donnerstagabend bestreitet der Bergische HC seine letzte Partie vor einer dreiwöchigen Spielpause in der LIQUI-MOLY HBL. In der Arena Nürnberger Versicherung (19.05 Uhr) trifft mit dem HC Erlangen der Tabellen-13. auf den elftplatzierten BHC. Mit einem Sieg könnten die Löwen die einstelligen Tabellenplätze angreifen. Dafür benötigt die Mannschaft aber eine hohe Effektivität im Abschluss.

Die hatte zuletzt gegen die Füchse Berlin nicht immer gestimmt, so dass sich die Bergischen mit einer 23:28-Niederlage begnügen mussten. „Gegen Erlangen ist es wichtig, das Tempospiel zu unterbinden“, sagt BHC-Trainer Sebastian Hinze. „Denn darauf setzt die Mannschaft mit einer sehr aggressiven Abwehr.“ Damit dies gelingt, sollten die Löwen in einen geordneten Rückzug kommen, bestenfalls also im Positionsangriff treffen und die Erlanger so zum Anwurf zu zwingen. Das war dem BHC im Hinspiel über weite Strecken sehr gut gelungen. Zudem gelang es, den wurfgewaltigen Simon Jeppsson unter Kontrolle zu bekommen. Am Ende hieß es dennoch 25:25. „Das war ein Spiel, in dem wir viel von dem geschafft haben, was wir uns vorgenommen hatten. Deshalb war es extrem bitter, nur einen Punkt zu behalten. Aber wir haben zum Schluss nicht konsequent genug gegen den siebten Feldspieler verteidigt“, erläutert Hinze. So verloren die Löwen eine fast sichere Führung in den letzten Minuten.

„Letztlich ist mir das Hinspiel aber egal. Es hat sich auch seitdem sehr viel an der Spielidee des Gegners geändert, wenn auch die grundsätzliche Stärke immer noch das Abwehr-Tempospiel ist. Gerade zu Hause zeigen sie das immer wieder“, sagt der Coach. In einen Rausch hat sich der HCE unter seinem neuen Trainer Raul Alonso in dieser Saison noch nicht gespielt. Die jüngsten Heimauftritte gegen Lübbecke (29:22) und Göppingen (23:25) waren überzeugend, auswärts verlor die Mannschaft zuletzt beim TVB Stuttgart (29:34) sowie knapp mit 29:30 in Hamburg. „Stuttgart ist uns auch passiert“, sagt Hinze. „Die Ergebnisse haben nicht den Eindruck hinterlassen, dass sie angeschlagen wären.“

Gerade zu Hause in Nürnberg ist mit den Erlangern immer zu rechnen. „Vor heimischer Kulisse geht es immer ein bisschen leichter, weil man sich dort wohl fühlt und mit Fehlern besser umgehen kann“, sagt Hinze. „Das geht jeder Mannschaft in der Bundesliga so. Bei Systemen, die eine hohe Bereitschaft erfordern, ist der Effekt manchmal noch ein bisschen stärker.“ Lange haben der Bergische HC und HC Erlangen in schöner Regelmäßigkeit jeweils ihre Heimspiele gegeneinander gewonnen. Den Bann brachen in der vorigen Saison die Löwen, als sie im März 2021 beide Punkte entführten und zum ersten Mal überhaupt in Arena Nürnberger Versicherungen gewannen.

Hinze rechnet mit einem einigermaßen kompletten Kader des Gegners. Christoph Steinert fehlte der Mannschaft zuletzt, Kreisläufer Petter Overby ist wohl auch noch angeschlagen. „Ansonsten sind die Spieler wieder zurück im Kader, so dass wir vieles vorbereiten müssen“, sagt der Coach, der diese Aufgabe seit vergangenem Sonntag wieder selbst übernommen hat. Nachdem er am Donnerstag das Spiel gegen die Füchse coronabedingt noch verpasst hatte, durfte Hinze am Freitag die Quarantäne verlassen.

Ebenfalls wieder dabei ist Simen Schönningsen nach seiner Magen-Darm-Infektion. Entwarnung gab es bei Tomas Babak, der gegen die Füchse umgeknickt war. „Alexander Weck hatte noch Probleme mit seiner Wurfhand, aber auch das scheint wieder okay zu sein“, meint der Coach. Damit fehlen neben dem längerfristig verletzten Csaba Szücs (Sehnenriss am Fuß) nur Fabian Gutbrod (Corona) und Sebastian Damm (Gehirnerschütterung) – zumindest sehr wahrscheinlich.

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