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Kunst & KulturSüdpark: "Fest der Begegnung" mit ukrainischen Flüchtlingen am 24. April

Südpark: „Fest der Begegnung“ mit ukrainischen Flüchtlingen am 24. April

Das „Fest der Begegnung“ am Sonntag, 24. April soll ukrainische Flüchtlinge untereinander, aber auch Solingerinnen und Solinger näher zusammenbringen – Es findet statt am orthodoxen Ostersonntag, 24. April, von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr in den Güterhallen im Südpark

Solingen/ „Sich kennenlernen und vernetzen und einen Augenblick ein Stück Heimat in der Klingenstadt erleben“: Das ist das Ziel des Begegnungsfestes ukrainischer Flüchtlinge und engagierter Solingerinnen und Solinger. „Und was bietet sich dafür besser an als das orthodoxe Osterfest“, sagen Daniela Hermes und Olena Tanchynets für das Team der Organisatoren. Und sie zitieren einen Hymnus zur Osterzeit der ukrainisch-orthodoxen Kirche: „Lasst uns Licht werden durch dieses Fest und einander umarmen und´Brüder`sagen.“

So beginnt das Begegnungsfest am Sonntag, 24. April – der Sonntag, an dem die orthodoxen Kirchen in diesem Jahr ihr Osterfest feiern –, auch mit der Feier der Osterliturgie, wie Hermes und Tanchynets bei der Vorstellung des Tages in einem Pressegespräch erläuterten. Die Messe wird Erzpriester Volodymyr Chayka zelebrieren, Dekan der ukrainisch-orthodoxen Kirche, Patriarchat Kiew, mit Sitz in Köln (Dauer rund 90 Minuten bis zwei Stunden). Beginn der Messfeier ist um 12.30 Uhr im „Amphitheater“, dem Vorplatz des alten Bahnhofs neben den Güterhallen. Und wie es sich für ein Osterfest der ukrainisch-orthodoxen Kirche gehört, werden Osterbrote gesegnet. Die Bäckerei Stöcker stellt für das Backen von 400 Osterbroten am 21. April einem Team von 12 Ukrainerinnen und Solingerinnen die Backstube unter Anleitung eines Konditors zur Verfügung. Die Backformen dazu kommen übrigens direkt aus der Ukraine, genauso wie die Werkzeuge zum traditionellen Bemalen der Ostereier mit Wachs extra für den Begegnungstag in die Klingenstadt versendet wurden.

Das Begegnungsfest gäbe es nicht, wenn nicht der Verein Güterhallen und die Künstler der dortigen Ateliers vom ersten Kontakt am 30. März an spontan zugesagt hätten, dass das Fest in und vor den Güterhallen stattfinden kann, und es seitdem in jeglicher Hinsicht voll unterstützen.

Natürlich gibt es am 24. April auch das „klassische Programm“ zur Begegnung wie Getränkestand, Kuchen und Kaffee. Für Kinder und Erwachsene laufen Bastelaktionen in und vor zwei Ateliers: In „Gleis 3“ werden Ostereier in verschiedenen Techniken bemalt und verziert, und im Kunstraum Solingen besteht Gelegenheit, DIN-A6 große Blankokarten zu bemalen oder zu beschriften, die dann zu Collagen auf großen Holzbrettern zusammengefügt werden, die in oder vor dem Atelier platziert sind. Aus weißem Karton ausgeschnittene Ostereier können ebenfalls bemalt oder beschriftet werden und werden an einer von Olena Tanchynets entworfenen Osterei-Installation
aufgehängt werden.

Die Solinger Jugendförderung ist mit einem Team vom Spielmobil präsent und baut zwei Hüpfburgen und eine Rollenrutsche auf. Die Ateliers werden geöffnet sein, einzelne Ateliers werden gezielt Kunstwerke zum Osterthema zeigen, der Kunstraum Solingen zeigt Werke von zumindest zwei ukrainischen Künstlern. Ukrainische Musiker, die im Moment in Deutschland sind, haben zugesagt, auf der kleinen Bühne nachmittags ein Musikprogramm zu bieten.

Das zukünftige Atelier von Michael Boeck dient als Ausstellungsraum und zeigt eine Auswahl von Fotos aus der Ausstellung „Deadlines. Kriegsbilder des ukrainischen Fotojournalisten Maks Levin (1981-2022)“. Die komplette Ausstellung wird ab dem 28. April im Zentrum für Verfolgte Künste in Solingen-Gräfrath zu sehen sein. Maks Levin hat die Kämpfe im Donbaz 2014, die Maidan-Revolution 2014 und die ersten drei Kriegswochen 2022 fotografiert. Im Raum liegt ein Kondolenzbuch aus, dort werden Spenden gesammelt für ein Hilfsprojekt, das Maks Levin für Dokumentarfotografen gestartet hatte. Die Psychotherapeutin Kirsten Sander wird während des Festes den Ausstellungsraum betreuen.

Natürlich gibt es auch einen Infostand zu den Hilfsangeboten für ukrainische Flüchtlinge in der Klingenstadt. Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat die Schirmherrschaft übernommen.

„Vor fünfzehn Tagen wurde die Idee zu einem Begegnungsfest zwischen den ukrainischen Flüchtlingen untereinander, aber auch den Solinger Gastgeberinnen und Gastgebern geboren“, berichten Daniela Hermes und Olena Tanchynets. „Was wir seitdem innerhalb kürzester Zeit an Zustimmung und Unterstützung erfahren haben, ist unglaublich“. Stellvertretend für die vielen Helferinnen und Helfer nennen die beiden Falk Dornseifer, der auch den jährlichen Zöppkesmarkt organisiert, Sabina Vermeegen, Engagementförderin der katholischen Kirche und langjährige Organisatorin des Dürpelfestes in Ohligs sowie Peter Amann, Petra Krötzsch, Michael Boeck für Güterhallen e.V. „Sehr, sehr dankbar“ sind Hermes und Tanchynets, dass der Lions Club, der Rotary Club und die Soroptimisten als Sponsoren das Begegnungsfest unterstützen. Daniela Hermes und Olena Tanchynets: „Wir sind überwältigt. All das Engagement zeigt, wie gastfreundlich und solidarisch die Menschen in der Klingenstadt sind.“

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