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Sport & FreizeitHandball: Löwen überrollen Balingen mit 9:1-Start

Handball: Löwen überrollen Balingen mit 9:1-Start

Bergischer HC gewinnt gegen HBW Balingen-Weilstetten mit 29:21 (15:7)

Bergisces Land/ Der Bergische HC hat gegen HBW Balingen-Weilstetten die Punkte 22 und 23 in der LIQUI-MOLY HBL geholt und kann sein wichtigstes Ziel damit nur noch theoretisch verpassen. Als Tabellenelfter haben die Löwen zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge bei nur noch sechs ausstehenden Spielen. Der Erfolg über die Gallier von der Alb stand bereits nach einer guten Viertelstunde nahezu fest. Die Bergischen führten 9:1 und siegten letztlich überzeugend mit 29:21 (15:7).

Entscheidend für die frühe überdeutliche Führung war die Abwehr. Die Deckung um den Mittelblock mit Tom Kare Nikolaisen und Max Darj ließ die Gäste überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Sie gerieten oft ins passive Spiel und wurden zu schlechten Abschlüssen gezwungen. Und wenn HBW doch einmal durchbrach, war Torhüter Christopher Rudeck oder Pfosten und Latte Endstation. Kristian Beciri war der einzige Balinger Treffer in den ersten 18 Minuten der Partie vergönnt. Während dieser Zeitspanne trafen die Bergischen neun Mal.


Den ersten Gegenstoß nutzte David Schmidt zum 1:0, Spielmacher Linus Arnesson traf selbst und setzte Max Darj in Szene, Jeffrey Boomhouwer versenkte von Außen und bediente im Tempospiel Arnor Gunnarsson. Nach Lukas Stutzkes 8:1 nahm Gäste-Coach Jens Bürkle bereits seine zweite Auszeit. Gleich im nächsten Angriff blockte Darj einen Schlagwurf, und Schmidt stellte auf 9:1.


Die Entscheidung war damit bereits gefallen. Balingen kam nicht mehr ansatzweise in Schlagdistanz, präsentierte sich offensiv von nun aber etwas effizienter. Rudeck, der bis dahin eine Fabelquote von 83 Prozent gehaltener Bälle aufwies, musste dann doch das eine oder andere Mal hinter sich greifen. Dennoch hielt die Deckung ihren Fokus bis zum Schluss, und im Angriff wechselten sich sehenswerte Aktionen mit der einen oder anderen ausgelassenen Gelegenheit ab.


Simen Schönningsen lief zu Hochform auf. Der Norweger traf bereits vor der Pause zum 13:6 und 14:6 und legte danach nicht nur drei weitere Tore hinterher. Sechs Mal bewies Schönningsen ein gutes Auge für seine Mitspieler, die seine Pässe verwerteten. So war er auch am wohl schönsten Tor des Abends beteiligt, als der Linkshänder den in den Kreis springenden Yannick Fraatz in Kempa-Manier bediente.

Mit dem Wissen den sicheren Sieges – denn der knappste Vorsprung nach der Pause betrug acht Tore – konnte Trainer Sebastian Hinze viel wechseln. Er brachte Tom Bergner an den Kreis, der einmal erfolgreich war. Fabian Gutbrod trat nach langer Schulter-Verletzung und darauffolgender Corona-Zwangspause wieder im Rückraum an, Fraatz spielte auf der rechten Außenbahn, Tobias Schmitz auf der linken – auch er traf übrigens. Dazu bekam Alexander Weck ein paar Minuten, obwohl er seine Corona-Infektion erst gerade überstanden hatte. Der BHC feierte einen rundum gelungen Abend – 1729 Fans, darunter auch die ukrainische Beachvolleyball-Nationalmannschaft der Männer mit ihren Familien, kamen in der Klingenhalle auf ihre Kosten.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel
Jens Bürkle: „Der BHC war uns heute in allen Bereichen überlegen, deshalb ist der Sieg verdient. Die Startphase hat uns das Genick gebrochen. Wir hatten anfangs einige freie Aktionen, die wir über den Kreis spielen und dann liegen lassen oder ein, zwei Schüsse aus dem Rückraum, die nur an das Gebälk knallen. Und so ist dann ganz schnell eine Distanz von 1:5 oder 1:7 drin gewesen. Heute waren wir nicht in der Lage, das Ding dann hier noch einmal zu drehen. Der BHC war in jeglicher Phase klar besser. Daher Glückwunsch für die starke Leistung – wir haben noch einiges zu tun.“

Sebastian Hinze: „Ich bin natürlich sehr einverstanden mit der Leistung meiner Mannschaft. In der Anfangsphase hatten wir sicherlich ein-, zweimal das Spielglück auf unserer Seite und starten so direkt gut ins Spiel. Unsere Abschlussqualität und unser Tempospiel sind in meinen Augen die größten Unterschiede zwischen den beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit halten wir Distanz, sind voll da und machen es wirklich gut. Klar gab es eine Phase, in der wir viel von sechs Metern liegen lassen, aber die hat Balingen auch. Das Spiel plätschert dann etwas vor sich hin. Trotzdem finde ich, dass die Jungs gut durchgezogen haben und wir daher der verdiente Sieger sind.“

Jörg Föste: „Die erste Viertelstunde war absolut überzeugend, in der Deckung geradezu mitreißend. Wir haben Jona Schoch und Vladan Lipovina überhaupt nicht zum Zug kommen lassen. Wir haben so eng und offensiv gedeckt, dass wir die Schüsse vermieden haben und die Anspiele an den Kreis verhindert haben. Das war allererste Sahne. Vorne kann man nicht erwarten, dass jeder Angriff zum Treffer führt. Wichtig war, dass wir nur zwei technische Fehler in den ersten 25 Minuten gemacht haben. Dadurch kam Balingen nicht ins Tempospiel. Linus Arnesson hat die Angriffe herausragend geleitet. Er war ein guter Taktgeber und hat mit seiner Spielverlagerung, seinen präzisen Pässen und seinen Ansagen für Balingen eine unlösbare Aufgabe dargestellt. Es war ein rundum gelungener Handball-Abend.“

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