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GesundheitKein Platz mehr für trübe Gedanken

Kein Platz mehr für trübe Gedanken

Kreative Malstation in der St. Lukas Klinik

Solingen/ Da das Atelier während der Pandemie für die Krebspatienten der St. Lukas Klinik kein geeigneter Platz mehr war, trifft sich die Malstation nun unter freiem Himmel im kleinen Park an der Schwanenstraße. Kreativität macht den Kopf frei und ist ein starker Verbündeter im Kampf gegen den Krebs.

Kunst ist ein Betrügerli. „Kreativität beschäftigt das Gehirn so intensiv, da ist kein Platz mehr für trübe Gedanken“, lächelt Carsten Weck mit Blick auf eine wissenschaftliche Studie, die Hirnaktivitäten bei unterschiedlichen Tätigkeiten gemessen hat. Seit acht Jahren leitet der Künstler, der in Solingen lebt und arbeitet, die Malstation der St. Lukas Klinik. Seither treffen sich onkologische Patienten regelmäßig einmal in der Woche, um gemeinsam und jeder für sich kreativ zu sein, zu zeichnen, zu malen. Bis Corona kam.

Mit dem Kontaktverbot musste auch die Malstation eingestellt werden. Treffen in dem Atelier in einem Nebengebäude der St. Lukas Klinik waren auch nach den Lockerungen noch nicht möglich. Carsten Weck sah sich nach Alternativen um. Seither treffen sich die aktuell zehn Gäste im kleinen Park an der Schwanenstraße rund um das Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege.

Auf den Stufen sitzt nun Vera Boden in angemessenem Abstand zu Mitpatientin Barbara Dreibholz. Beide zeichnen die Lichtung mit der kleinen Treppe. Vermisst haben die beiden die regelmäßigen Treffen – Vera Boden war bereits 297 Mal in der Malstation zu Gast und sagt: „Hier können sich meine Gedanken mal um etwas Anderes drehen als um die Sorgen.“ Barbara Dreibholz ergänzt: „Hier kann icheinfach mal loslassen und mich auf etwas Anderes konzentrieren.“

Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht ist heute auch auf Stippvisite in den Park gekommen Der Chefarzt der Onkologie und Hämatologie an der St. Lukas Klinik freut sich über die gelöste Stimmung seiner Patientinnen: „Man merkt, dass die Stimmung der Patienten einfach besser ist. Und wer besserer Stimmung ist, der bekommt weniger Infekte oder Despressionen.“ Das Projekt „Malstation“ ist aus seiner Behandlungsstrategie nicht mehr wegzudenken – auch wenn die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen. Die Klinik selbst und der Förderverein St. Lukas springt ein, übernimmt zum Beispiel die Materialkosten.

„Geh mir weg mit Malen“ – das hat Carsten Weck in den letzten Jahren oft gehört und doch aus jedem, der sich auf das Angebot einließ, einen kleinen Künstler gemacht. Viele der Bilder, die in der Malstation entstanden sind, schmücken den Flur der Onkologie. Die Farbe ist sein größter Verbündeter. Farben sind Schwingungen, die auf Körper und Psyche wirken und damit einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Immerhin gab es dafür schon 1903 einen Nobelpreis für Medizin – und die Ergebnisse gelten bis heute. Die Malstation ist der Beweis.

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