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WirtschaftBürgerenergie-Genossenschaft fordert mehr Tempo beim Klimaschutz in Solingen

Bürgerenergie-Genossenschaft fordert mehr Tempo beim Klimaschutz in Solingen

Die Solinger Bürgerenergiegenossenschaft (BESG) fordert die Parteien im Stadtrat auf, ihr Engagement für den Klimaschutz und die erneuerbaren Energien erheblich auszuweiten. Aus Anlass der Kommunalwahl hat die Genossenschaft auf fünf Seiten Forderungen und Anregungen an die Kommunalpolitik aufgelistet.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Solingen, die der Stadtrat 2018 einstimmig verabschiedet hatte, ist nach Ansicht der Energiegenossenschaft eine hervorragende Grundlage, um den Klimaschutz in Solingen voranzubringen. „Es gibt in Solingen einen breiten Konsens für mehr Klimaschutz. Es ist aber erheblich mehr Tempo und Kreativität erforderlich, um den gemeinsam formulierten Zielen näher zu kommen“ sagte Ingeborg Friege, Sprecherin der BESG.

Die Energiegenossenschaft sieht erheblichen Handlungsbedarf bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Von den bestehenden Potentialen für die Stromerzeugung aus Solaranlagen würden nur rund 1,5% genutzt. Deshalb schlägt die BESG vor, dass die Stadtverwaltung einen Modernisierungsfahrplan „Dächer mit PV“ erstellt und bei jeder Dachsanierung eines öffentlichen Gebäudes die Installation von Solaranlagen einplant. „Auch die Errichtung von Freiflächenanlagen sollte systematisch geprüft werden. Die Stadt und ihre Betriebe verfügen an vielen Stellen, wie z.B. im Bereich der Mülldeponie Bärenloch über Flächen, die für größere PV-Anlagen genutzt werden können“ erläuterte Horst Berg von BESG Vorstand. Die BESG weist darüber hinaus darauf hin, dass im Interesse des Klimaschutzes eine stärkere Vernetzung der Bereich „Strom“, „Wärme“ und „Mobilität“ notwendig ist. So kann z.B. ein Überschuss von regenerativem Solarstrom aus sonnenintensiven Phasen in Batterien von Elektrofahrzeugen gespeichert oder zum Betrieb von Heizungswärmepumpen verwendet werden. „Aus unserer Sicht ist es dringend notwendig, dass gemeinsam von Stadt und Wohnungswirtschaft ganz konkrete Konzepte entwickelt und umgesetzte werden, um diese Sektorkopplung in den Solinger Wohnquartieren voranzubringen“ erläutert Uwe Asbach von der BESG.

Die Bürgerenergie Solingen wurde vor sechs Jahren gegründet. Mittlerweile hat die Genossenschaft fast 300 Mitglieder, die über 500.000.- € Kapital aufgebracht haben. Damit wurden bisher in Solingen 11 Solaranlagen gebaut, die jährlich rund 450.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit werden rund 275.000 KG CO2  pro Jahr eingespart. Der Strom reicht rechnerisch aus, um etwa 150 Solinger Haushalte zu versorgen. Das Angebot des BESG-Bürgerstroms wird von rund 240 Haushalten bzw. Gewerbetreibenden genutzt. Dabei handelt es sich um ein Ökostromangebot höchster Qualität, dass gemeinsam mit den Solinger Stadtwerken angeboten wird.

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