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Solingen"Orange Day": Gewalt gegen Frauen und Kinder ist keine Privatsache

„Orange Day“: Gewalt gegen Frauen und Kinder ist keine Privatsache

Im Rahmen der Aktionswoche will der „Orange Day“ am Donnerstag sensibilisieren und Hilfen vermitteln

Solingen/ Jede vierte Frau in Deutschland hat schon mindestens ein Mal häusliche Gewalt erfahren. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer. Meist beginnt Gewalt schleichend und ist selten ein einmaliges Problem. Umso wichtiger ist es, Warnsignale frühzeitig zu erkennen. Gesellschaftlich braucht es eine klare Haltung: „NEIN! zu Gewalt gegen Frauen!“

Mit der gleichnamigen Aktionswoche werden in der Klingenstadt derzeit zahlreiche Zeichen gegen Gewalt gesetzt, um die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen. Denn „Gewalt gegen Frauen und Kinder ist eine zutiefst erschütternde Erfahrung, die buchstäblich in die Knochen geht und leider auch in Solingen viel zu häufig passiert“, betont Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Deshalb wird das Solinger Rathaus am Donnerstag ebenso wie ein Dutzend weitere städtische, kirchliche und kulturelle Gebäude von 17 bis 23 Uhr signalfarben illuminiert. Alle Solingerinnen und Solinger sind eingeladen, sich mit der Beleuchtung ihrer Fenster, Türen, Eingänge und Häuser ebenfalls am weltweiten „Orange Day“ zu beteiligen. Erstmals nimmt die Klingenstadt an diesem Tag teil, den die Vereinten Nationen am 25. November für eine gewaltfreie Welt für und die Ablehnung jeglicher Gewalt gegen Frauen eingesetzt haben.

„Gewalt hat viele Gesichter“, betont Astrid Hofmann. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Solingen verweist auf häusliche, digitale, sexualisierte und psychische Gewalt, Stalking, Belästigung am Arbeitsplatz, Gewalt im Namen der „Ehre“, Menschenhandel und Genitalverstümmelung. Mit zahlreichen Veranstaltungen will die Aktionswoche darauf „aufmerksam machen, sensibilisieren und die Wahrnehmung von Hilfsangeboten für betroffene Frauen und Mädchen stärken“.

Anlaufstationen wie die Frauenberatungsstelle, das Frauenhaus oder das bundesweite Hilfe-Telefon werden am Donnerstag über eine besonders niederschwellige Aktion kommuniziert: Mit der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ bringen die Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen und der Solinger Club „Soroptimist International“ das Thema häusliche Gewalt auf den Tisch. In Solingen beteiligen sich 18 Bäckerei-Filialen von Schüren, Stöcker und Evertzberg, deren Backwaren am 25. November in bedruckten Tüten mit den Kontaktdaten der Beratungsstellen über den Tresen gehen.

„Die eigenen vier Wände sind nicht für alle Frauen ein sicherer Ort“, weiß Martina Zsack-Möllmann. Die Sprecherin des Solinger Frauenforums sowie des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt verweist auf die pandemisch bedingten zusätzlichen Belastungen vor allem während des Lockdowns: beengtes Zusammensein auf kleinem Raum, finanzielle Sorgen, der fehlende Ausgleich durch Sport und Hobbies: Das Risiko für Frauen und Kinder, Opfer häuslicher Gewalt zu werden, steigt. Deshalb gelte: „Häusliche Gewalt ist keine Privatsache – und Wegsehen keine Option.“

Mehr dazu finden Sie auf der Internetseite https://gegen-gewalt.solingen.de

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