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Sport & FreizeitComeback ohne Happy End - BHC verliert in Stuttgart mit 26:27 (12:15)

Comeback ohne Happy End – BHC verliert in Stuttgart mit 26:27 (12:15)

Bergisches Land/ Der Bergische HC lief beim TVB Stuttgart lange einem Rückstand hinterher, hatte am Ende aber doch noch einmal die Chance auf Zählbares. Als Jeffrey Boomhouwer einen 5:0-Lauf für die Löwen zum 25:26 komplettierte, geriet der sicher geglaubte Sieg der Schwaben noch einmal ins Wackeln. Die Krönung der Aufholjagd blieb den Bergischen allerdings verwehrt, so dass sie mit einer 26:27 (12:15)-Niederlage die Heimreise antreten mussten.

Bereits die ersten Minuten der Partie gehörten klar den Gastgebern. Im Positionsangriff lief bei den Löwen wenig zusammen, so dass der TVB auch durch Gegenstöße 5:1 und 7:4 in Führung ging. In der Folge aber vermieden Gäste das gegnerische Tempospiel weitgehend und arbeiteten sich so zurück in die Partie. Simen Schönningsen erzielte beim 12:12 den ersten und letztlich einzigen Ausgleich für den BHC.

Schon vor der Pause kamen die Bergischen kaum noch zu guten Abschlüssen aus dem gebundenen Angriff. Und über weite Strecken fehlte zudem der Zugriff über die eigene Deckung. So waren es die Schwaben, die durch den starken Jerome Müller, Adam Lönn und Viggo Kristjansson zum 15:12-Halbzeitstand trafen. Und in der zweiten Hälfte machten sie genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Zwischenzeitlich führten die Hausherren mit sechs Toren Unterschied.

Doch als die Stuttgarter bereits wie die sicheren Sieger aussahen, bewies der BHC, dass er sich noch nicht abgeschrieben hatte. Vor allem Linus Arnesson machte das Spiel seiner Mannschaft nun schnell und hatte damit Erfolg. Um noch eine Chance zu haben, musste der BHC irgendwie das Tempospiel erzwingen – denn das funktionierte. Trainer Sebastian Hinze stellte nach einer Auszeit im Angriff auf den siebten Feldspieler um und setzte defensiv auf eine aggressiv und offensiv ausgerichtete Abwehr. Das Rezept ging auf. Der TVB reagierte beeindruckt, leistete sich nun Fehler und scheiterte zudem deutlich häufiger als zuvor an BHC-Torhüter Tomas Mrkva.

Tomas Babak sowie drei Mal Arnor Gunnarsson in Serie verkürzten auf 24:26 und machten das Duell drei Minuten vor Schluss noch einmal richtig spannend. Die Gastgeber wirkten nun von der Rolle. Die eigene Umstellung auf den siebten Feldspieler hatte nicht funktioniert. So sah Gunnarsson nach dem nächsten Ballverlust des TVB das leere Tor, traf aber nur die Latte. Das 25:26 ließ lange auf sich warten, doch es gelang durch Boomhouwer trotzdem. Ein letzter Ballgewinn musste her, um doch noch die Chance auf einen Punkt zu haben. Die Stuttgarter versuchten es über Linksaußen. Patrick Zieker kam zum Wurf und erlöste sein Team. Babaks 26:27 war zu spät.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel

Sebastian Hinze: „Es ist ein verdienter Sieg. Wir sind zu Beginn überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen und haben bis zur 45. Minute Probleme mit unserer Abwehr. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, dass wir Stress über die Abwehr machen und ins Tempospiel kommen. Es war aber genau umgedreht. Stuttgart hatte nicht den besseren Positionsangriff in der ersten Halbzeit, sondern sie haben drei, vier Konter mehr gemacht als wir. Das war der Unterschied. Wir haben sehr viel Frust mit in die Abwehr genommen. Wir hatten nicht ganz so gute Beine wie in den letzten Spielen und haben es auch deshalb nicht geschafft, in die Begegnung zu kommen. In der zweiten Halbzeit geht es ähnlich weiter wie in der ersten. Wir waren insgesamt einfach schlechter, ohne genau zu wissen, wo es hakt. Mit verschiedenen Mitteln gelingt es uns dann, Stuttgart in Stress zu bringen und selber emotional gut reinzukommen. Am Ende haben wir dann sogar noch die Chance, was mitzunehmen. Wir schaffen es mit einer guten Mentalität, mit der 4:2-Abwehr, einem siebten Feldspieler – Stuttgart hat dann viele Bälle verloren. Dadurch gab es einen kurzen Moment, in dem wir glücklich etwas hätten mitnehmen können.“

Roi Sanchez: „Für uns war es ein sehr, sehr wichtiger Sieg. Wir haben gut gedeckt – außer gegen den siebten Feldspieler. Wir haben das Spiel lange kontrolliert, haben uns am Ende aber schwer getan gegen die offensive BHC-Abwehr. Es ist schwer, ein Spiel zu gewinnen, wenn man im Keller der Tabelle steht. Ich glaube auch deshalb haben wir Unsicherheit gezeigt. Wir hatten auch etwas Glück mit dem Lattentreffer von Gunnarsson. Die Mannschaft hat sich den Sieg verdient.“

Jörg Föste: „Eine extrem ärgerliche Niederlage. Defensiv hatten wir in Halbzeit eins ungewöhnlich wenig Zugriff gegen zwei Rückraum-Linkshänder. Scheinbar ist es ein Naturgesetz, dass Jerome Müller seine besten Saisonspiele stets gegen den BHC macht. Dem Angriff fehlte es über weite Strecken an Struktur und Timing. Zusammengefasst: Wir sind zu spät aufgewacht.“

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