- Anzeige -spot_img
- Anzeige -spot_img
PolitikPodiumsdiskussion der MIT: Sanktionen gegen Russland

Podiumsdiskussion der MIT: Sanktionen gegen Russland

Solingen/ Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Solingen veranstaltete aufgrund des
Angriffskriegs Russlands in der Ukraine eine Podiumsdiskussion im Auditorium bei
Ebbtron mit dem Thema „Sanktionen gegen Russland: Auswirkungen auf die Bergische
Wirtschaft“.

Gäste der Runde waren Horst Kläuser, ehemaliger Korrespondent der ARD in Moskau
und Kiew, Michael Wenige, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK und Stefan
Simmnacher, Präsidiumsmitglied der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft für Wirtschaft
und Wissenschaft e. V.

Nach einem Einstieg über die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Russland und
Deutschland wurde schnell klar, dass nicht nur durch die Sanktionen gegen Russland
sondern auch die Kriegshandlungen in der Ukraine zu massiven Lieferengpässen bei der
Autoindustrie bis zur Textilindustrie führen. Dennoch befürworten laut IHK Blitzumfrage
die Unternehmen im Bergischen Raum die Sanktion gegen Russland.

Horst Kläuser betonte, dass in den vergangenen Jahren viele politische Fehler begangen
wurden, wie zum Beispiel das Festhalten an der Gaspipeline Northtream 2, dies würde
uns jetzt zu Verhängnis.

Stefan Simmnacher, der als Politikwissenschaftler viele Hintergründe aufklärte und die
Ukraine aufgrund seiner Vereinsarbeit besuchte, führte an, das im Lauf der Geschichte
leider kein „heißer Krieg“ mit Diplomatie beendet werden konnte und die Ukrainer nicht
einfach aufgeben.

Jörg Püttbach, Geschäftsführer der Firma BIA in Solingen, wurde digital zur
Veranstaltung zugeschaltet. Er forderte mehr Anstrengungen auf dem Sektor der
Energieversorgung der Unternehmen ein, hier ginge es nicht allein um die Versorgung
mit Strom. Gerade im Bereich Wasserstoff ist die Weiterentwicklung von Technologien in
den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. Auch die Preisentwicklung der
Rohstoffe wie z. B. Nickel, bereiten ihm Sorge.

Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, die mit Sebastian Haug,
Kreisvorsitzender der CDU Solingen, die Podiumsdiskussion moderierte, betont: “Ein
Resümee über die Diskussion ist nicht einfach, die Zusammenhänge zu vielfältig und der
Ausgang des Kriegs zu ungewiss. Eins steht aber bereits jetzt fest, es muss ein massives
Umdenken in vielen Bereichen stattfinden. Jetzt müssen wir uns erst mal um die täglich
eintreffenden Flüchtlinge kümmern. Ich hatte geglaubt, dass wir kriegerische
Auseinandersetzungen wenigstens auf europäischem Boden überwunden hätten. Sie
bringen nur Elend und Leid.“

- Anzeige - spot_img
- Anzeige - spot_img

Verwandte Artikel

- Anzeige -spot_img
- Anzeige -spot_img
- Anzeige -spot_img

Weitere Nachrichten