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Sport & FreizeitBergische Löwen: Starke Leistung bringt keine Punkte

Bergische Löwen: Starke Leistung bringt keine Punkte

Mannheim/ Der Bergische HC hat in der SAP-Arena nur knapp einen Punkt oder sogar Sieg verpasst. Die Bundesliga-Partie bei den Rhein-Neckar Löwen war bis zum Schluss umkämpft, jedoch stand die entscheidende Person der Schlussphase im Tor der Mannheimer. Joel Birlehm nahm den Gästen am Ende auch die klarsten Chancen weg und sicherte seinem Team damit einen knappen 24:22 (13:11)-Erfolg.

Nachdem die beiden Mannschaften zu Beginn mit offenem Visier gespielt hatten und nahezu jeder Angriff im Tor des Gegners gelandet war, beruhigte sich das Geschehen mit zunehmender Spielzeit. Die Bergischen bauten geduldig auf und erarbeiteten sich vor allem über die Rückraum-Achse Tore durch Linus Arnesson, David Schmidt und Tomas Babak. Die Hausherren setzten zunächst auf viel Tempo und schnelle Abschlüsse, scheiterten damit aber immer wieder an der gut eingestellten BHC-Abwehr.

Bitter aus Sicht der BHC waren gleich zwei Verletzungen innerhalb weniger Minuten. Jeffrey Boomhouwer bekam beim Tempogegenstoß einen Kontakt von Albin Lagergren. Der Niederländer drehte sich in der Luft und landete auf dem Hinterkopf. Mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung musste er aussetzen, Tobias Schmitz spielte fortan auf der linken Außenbahn. Kurz darauf musste Max Darj auch noch mit einer Wunde am Kopf ausgewechselt werden. Der Schwede war später aber wieder einsatzbereit und bot defensiv einmal mehr eine starke Vorstellung.

Nachdem der BHC bereits mit zwei Toren vorne gelegen hatte, bekam die Mannschaft vor der Halbzeit zum ersten Mal Probleme, Tore zu erzielen. Gegen die 5:1-Deckung der RNL leistete sich das Team Fehler, zudem kam es nicht mehr zu solch zwingenden Gelegenheiten wie in den ersten 20 Minuten.

Das änderte sich nach der Pause. Arnor Gunnarsson warf den Ball zwar noch mit brachialer Gewalt aus der Distanz ins Tor, doch je länger die Partie dauerte, desto besser wurden die Chancen. Arnesson und Schmidt glichen zum 14:14 aus. Bis zum 19:19 beantworteten die Gäste jede Mannheimer Führung mit dem direkten Ausgleich. Dann besorgte Max Darj sogar das 20:19. Eine Viertelstunde war zu diesem Zeitpunkt noch zu absolvieren, der BHC schien die Mannheimer nach und nach unter Kontrolle zu bekommen.

In der Folge jedoch mühten sich die Bergischen. Sie scheiterten an Joel Birlehm im Löwen-Gehäuse, trafen aber in dieser Phase auch den Pfosten. Fast neun Minuten erzielten sie kein Tor. Nutzen konnten das die Hausherren auch nur bedingt. BHC-Torhüter Christopher Rudeck parierte ebenfalls freie Bälle sowie einen Siebenmeter, so dass Lukas Stutzke seine Farben sechs Minuten vor Schluss wieder auf 21:22 heranbrachte. Schmidt legte noch das 22. BHC-Tor zum erneuten Anschluss nach, doch Birlehm setzte in den letzten Minuten noch einen drauf. Der Keeper hielt nun wahrlich alles – inklusive Strafwurf von Arnesson – und ebnete seinen Löwen damit den Weg zum Sieg. Für die entscheidenden Treffer sorgte Jannik Kohlbacher, der sein Torekonto auf neun heraufschraubte.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel
Sebastian Hinze: „Es war ein enges, hart umkämpftes Spiel zweier Mannschaften, die gut aufeinander eingestellte Abwehrreihen hatten. Nachdem beide etwas gebraucht hatten, um reinzukommen, haben sie sich jeweils viel weggenommen. Beide Mannschaften hatten einen sehr guten Rückzug, so dass wir nicht viel ins Tempospiel gekommen sind. Die Rhein-Neckar Löwen nehmen uns den Rhythmus durch die 5:1-Abwehr. Wir machen da auch technische Fehler. Nach der Halbzeit kommen wir gut raus, haben auch eine gute Torhüterleistung. Joel Birlehm hält natürlich stark, aber wir können mit unserer Torwart-Leistung auch gut leben. Nur müssen wir davon mehr profitieren im Tempospiel. Am Ende ist es ganz eng. Es ist sehr schade für uns, denn die Jungs haben einen guten Auftritt hingelegt. Es ist uns gelungen, auswärts eine gute Deckung zu stellen, daher ist es bitter, dass es nichts Zählbares gab.“

Ljubomir Vranjes: „Der BHC hat richtig Druck gemacht, aber in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit war unsere 5:1-Deckung der Schlüssel dafür, dass wir mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine gegangen sind. In der zweiten Hälfte hat der BHC besser angefangen und Lösungen gefunden. Wir hatten nicht von Anfang an die nötige Aggressivität in unserer Abwehr gehabt. Nach 15 Minuten haben wir dann auf die 5:1 umgestellt. Am Ende war Joel Birlehm sehr wichtig für uns. Im Angriff hatten wir große Probleme.“

Jörg Föste: „Eine gute Leistung unserer Mannschaft, die leider nicht belohnt worden ist. Es gab eine Reihe von Faktoren, die uns beschäftigt haben: Verletzungsausfälle, Gislason als Verteidiger auf der Spitze, Birlehm, Kohlbacher. Dennoch waren wir bis zum Schluss in Schlagdistanz – Kompliment an das Team für diesen Auftritt!“

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