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Sport & FreizeitBergische Löwen: Schmidt und Co. für die WM gerüstet

Bergische Löwen: Schmidt und Co. für die WM gerüstet

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Solingen/ Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist neben der portugiesischen die einzige, die alle vier angesetzten Qualifikationsspiele zur Handball-Europameisterschaft 2022 absolviert hat. So hat Corona auch diesmal einige Ausfälle gefordert. Davon waren drei Spieler des Bergischen HC betroffen: Tomas Babak und Tomas Mrkva mussten mit Tschechien auf die Partien gegen die Färöer Inseln verzichten, der Schwede Max Darj konnte seine Duelle gegen Montenegro nicht austragen. Fünf weitere Löwen waren aktiv.

Am erfolgreichsten war ohne Zweifel David Schmidt. Deutschland gewann beide Spiele gegen Österreich in überzeugender Manier. Beim 36:27 in Graz erzielte der BHC-Rückraumspieler einen Treffer, bereitete ein Tor vor, holte zwei Siebenmeter heraus und blockte einen Ball in der Deckung. „Defensiv lief es bei mir gut, offensiv hätte ich noch ein paar Aktionen mehr haben können, aber insgesamt war das schon in Ordnung“, fand Schmidt, der beim Rückspiel in Köln nicht zum Einsatz kam.

„Ich hätte natürlich gerne gespielt, verstehe aber auch, dass der Trainer allen Spielzeit geben möchte“, sagte Schmidt mit Blick auf Alfred Gislasons Entscheidung, Positionskonkurrent Antonio Metzner zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft kommen zu lassen – aus dem 20-köpfigen WM-Kader müssen bei den Partien stets vier Spieler gestrichen werden. Beim 34:20-Kantersieg stand das deutsche Team bereits früh als Sieger und sicherer EM-Teilnehmer fest. Einem 12:1-Zwischenstand folgte ein 19:5 zur Pause. Schmidt und Co. reisen am Dienstagmorgen gemeinsam mit den Österreichern von Düsseldorf nach Ägypten. Das erste WM-Spiel bestreiten die Deutschen am Freitag (18 Uhr) gegen Uruguay.

Große Sorgen haben die Tschechen, bei denen im Vorfeld der Qualifikationsspiele einige
Handballer positiv getestet worden waren. „Zur WM fliegen die, die negativ sind. Danach sieht es zumindest derzeit aus“, sagte Tomas Babak am Wochenende. Die Lage ändert sich derzeit allerdings häufig – aktuell planen die Tschechen, ihre Anreise nach Ägypten auf Mittwoch zu verschieben. Babak und Tomas Mrkva befinden sich noch in Quarantäne. Die Schweden hatten zwei Covid-19-Infektionen zu beklagen, konnten daher die Qualifikation nicht spielen, werden aber mit Ausnahme der infizierten Spieler pünktlich nach Kairo fliegen.

Planmäßig absolvierten Arnor Gunnarsson, Maciej Majdzinski, Jeffrey Boomhouwer und Tom Kare Nikolaisen ihre Partien. Gunnarsson wurde zum Kapitän der isländischen
Nationalmannschaft ernannt, beklagte allerdings eine 24:26-Niederlage in Portugal. Der BHCRechtsaußen traf dreifach, davon ein Mal per Siebenmeter. Deutlich besser lief es im Rückspiel. In Reykjavik lagen die Gastgeber zwar zur Pause 12:13 hinten, gewannen aber noch klar mit 32:23. Gunnarsson war erneut dreimaliger Torschütze.

Polen absolvierte zwei erfolgreiche Partien gegen die Türkei. Maciej Majdzinski erzielte beim 29:24 und 35:24 jeweils ein Tor. Im der gleichen Gruppe unterlagen die Niederlande zu Hause zunächst deulich mit 23:34 gegen Slowenien, schafften aber auswärts nur vier Tage später ein beachtliches 27:27. Jeffrey Boomhouwer, der im ersten Duell torlos geblieben war, traf immerhin ein Mal.

Bemerkenswert waren zudem die beiden Partien des norwegischen Teams gegen Weißrussland. Auswärts setzte es für die Mannschaft, die für die Qualispiele einen anderen Kader als bei der WM einsetzt, eine 25:33-Pleite. Das Rückspiel gewannen die Norweger aber mit 27:19. Tom Kare Nikolaisen war jeweils ein Mal erfolgreich.

Bei der WM sind Boomhouwer und Nikolaisen jedoch nicht dabei. Die Niederlande sind nicht qualifiziert, Nikolaisen steht nicht im Kader. Sechs BHC-Spieler sind bei den Titelkämpfen, die am Mittwoch beginnen, nach aktuellem Stand aber dabei.


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